Freitag, 3. April 2015

Die LUDWIGGALERIE


In einem ambitionierten, sich abwechselnden Ausstellungsprogramm präsentiert die LUDWIGGALERIE in den großzügigen Räumen der klassizistischen Schlossanlage unter drei Hauptfragestellungen Leihgaben aus aller Welt.



Die Sammlung Ludwig

mit ihren umfassenden Beständen wird in regelmäßigen Abständen in Ausstellungen, die ungewöhnliche und übergreifende Sujets thematisieren, vorgestellt. Die Basis dabei bildet die Haltung des Sammlerehepaars Peter und Irene Ludwig, dass alle Kulturen der Welt, von der Antike bis zur Gegenwart, eine innere Verbundenheit aufweisen.
Eröffnet wurde diese Ausrichtung mit der Präsentation von Götter, Helden und Idole (1998). Weitere spannungsreiche Schauen beschäftigten sich mit Versuchen zu trauern oder der Welt der Gefäße. CHINA – Tradition und Moderne und Zu[m] Tisch – Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis Picasso, von Dürer bis Demand bezeugen die Internationalität der Kooperationen.
Die populäre Galerie

dagegen widmet sich der Präsentation von Illustration, Plakatkunst, Karikatur, Comic, Fotografie und Ähnlichem, was gemeinhin dem angewandten Bereich zugerechnet wird. Wichtige Positionen von Wilhelm Busch bis Gerhard Haderer und Manfred Deix wurden ebenso gezeigt wie Janosch, Ralf König und Walter Moers. Renommierte Fotografen, darunter Henri Cartier-Bresson, Peter Lindbergh, Thomas Hoepker, Jim Rakete, Elliott Erwitt und Eve Arnold konnten in den proportionierten Ausstellungsräumen optimal inszeniert werden.
Die Landmarkengalerie

begleitet in regelmäßigen Ausstellungsprojekten wie Parkstadt Oberhausen, Zwischen Kappes und Zypressen - Gartenkunst an Emscher und Ruhr und AT HOME - Der Blick durchs Schlüsselloch - Wohnen im Ruhrgebiet - gesehen durch die Kunst den Prozess des Strukturwandels der Region und stellt diesen in einen internationalen Kontext. Das ehemalige Kohle- und Stahlgebiet wandelt sich zum Dienstleistungszentrum. Landmarken wie Fördertürme, Schornsteine oder Hüttenwerke, die einst das Gesicht des Reviers prägten, verschwinden. Andere, so der Gasometer in Oberhausen oder der Förderturm der Zeche Zollverein in Essen, sind zu neuen Wahrzeichen geworden. Einen weiteren wichtigen Aspekt des Strukturwandels wird die LUDWIGGALERIE 2015 im Rahmen der Ausstellung Green City zur verletzten Landschaft des Ruhrgebietes vorstellen.

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