Mittwoch, 16. September 2015

Mission #AskACurator!

Was eine Kuratorin so macht und wo ihr eure Fragen loswerden könnt 

von Nina Dunkmann

Heute läuft auf Twitter die Aktion #AskACurator. Kuratoren aus Museen auf der ganzen Welt beantworten dort und anderswo eure Fragen! Doch was ist überhaupt ein Kurator? Hier stellt euch unsere Kuratorin Nina Dunkmann persönlich vor, was sie so macht, während ihre Bekannten denken, dass sie etwas ganz anderes tut. Was sie an ihrem Job so mag und wieso sie manchmal zugleich Hausmeisterin und gefragte Interviewpartnerin im TV ist.

Wenn ihr anschließend eine Frage an sie haben solltet, dann schreibt sie als Kommentar unter diesen Artikel, postet sie auf unsere Facebookseite oder per Twitter @LUDWIGGALERIE unter dem Hashtag #AskACurator. Eine Antwort ist garantiert!
 
Kuratorin Nina Dunkmann M.A. © LUDWIGGALERIE

 
Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht vieler meiner Bekannten sitze ich nicht von elf bis achtzehn Uhr im Museum und passe auf die Bilder auf. Kuratieren ist zu einem großen Teil auch Organisieren. Ungefähr so ähnlich stelle ich mir auch die Arbeit eines Eventmanagers vor. Die Schreibtischarbeit reicht von Förderanträgen über Zeit- und Hängepläne bis hin zur Organisation eines Rahmenprogramms zur Ausstellung.

Besonderen Spaß macht mir aber die kreative und wissenschaftliche Arbeit. Vom Entwickeln der Ausstellungskonzepte und der Herausgabe des Katalogs bis zum Besuch beim Künstler oder bei der Künstlerin im Atelier finde ich alles sehr spannend.

Nina Dunkmann bei der Vernissage ihrer Ausstellung GREEN CITY © LUDWIGGALERIE

Von der Schulbank zur Ausstellungsorganisation

Interesse für Kunst hatte ich schon in der Schule. Da war ich im Kunst-Leistungskurs. Allerdings war ich immer nur im theoretischen Teil wirklich gut. Außerdem habe ich an einer Kunst-AG mitgewirkt. Dann bin ich nach Aachen gegangen, um dort Kunstgeschichte zu studieren. In einigen Praktika, zum Beispiel bei RUHR.2010, konnte ich noch mehr Erfahrungen sammeln. 
Anschließend habe ich mich in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen als wissenschaftliche Volontärin beworben und dort von 2011 bis 2013 ein zweijähriges Volontariat absolviert. Seitdem arbeite ich als freiberufliche Kuratorin für die LUDWIGGALERIE und andere Kunstinstitutionen.

Ich wusste sehr schnell, unter anderem durch die Praktika, dass nicht das Auktionshaus, die Galerie oder die Uni, sondern das Museum der Ort ist, wo ich mich wohlfühle und meine Talente einsetzen kann. Ich bin zum Beispiel keine gute Verkäuferin. Dahingegen liebe ich es, mit Menschen zutun zu haben und ständig etwas Neues in der Kunst zu entdecken.

Als Kuratorin packt man beim Aufbau auch selbst mit an © LUDWIGGALERIE

Auf Exkursion in Hamburg

In der LUDWIGGALERIE sind wir ein recht kleines Team. Deswegen wird der Job nie langweilig. Manchmal ist man Archivarin, manchmal Museumspädagogin, manchmal Hausmeisterin und dann wieder im Fernsehen. Ich mag es, nah an allem dran zu sein und möglichst viele Dinge selbst zu machen. 
Als Volontärin bin ich einmal zusammen mit unserer Chefin Frau Dr. Vogt zu Walter Moers nach Hamburg gefahren und wir haben uns den ganzen Tag mit dem „kleinen Arschloch“ beschäftigt. Das sind die skurrilen Dinge, die man als Studentin noch nicht vom Beruf erwartet hat.
 

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