Montag, 28. März 2016

#MuseumWeek 2016

Menschen, Geschichten und Geheimnisse – ein Überblick

von Sarah Bauer

Es ist wieder MuseumWeek! DIE Woche, in der Kultureinrichtungen weltweit in den sozialen Medien unter anderem über ihre Schätze, geheime Räume, Mitarbeiter, Besucher und Zukunftsvisionen berichten. Auch die LUDWIGGALERIE ist erneut dabei. Für alle, die einzelne Tage oder die ganze Woche nicht live mitverfolgen können, fassen wir hier jeden Tag der MuseumWeek aktuell zusammen.



Montag, 28. März 2016 – #secretsMW

Den Ausstellungsraum kennt jeder. Doch die Orte, an denen die Menschen arbeiten, die all dies planen und aufbauen, sind für die Besucherinnen und Besucher meist unsichtbar. Dabei haben wir in unseren Büros alles andere als weiße Wände und leere Regale. In unzähligen Künstler- und Ausstellungsbüchern können wir jederzeit fix etwas nachlesen.

Büro-Einblick © LUDWIGGALERIE

Dienstag, 29. März 2016 – #peopleMW
 
Ein Museum ist mehr als das Gebäude und die Kunst darin. Es gibt zahlreiche Menschen, die dafür sorgen und gesorgt haben, dass die LUDWIGGALERIE das ist, was ihr heute seht, wenn ihr nach Oberhausen kommt. Dazu gehört auch unsere Kuratorin Nina Dunkmann, die nicht nur neue Ausstellungen mitplant, sondern auch unsere Sammlung pflegt. Mehr über sie erfahrt ihr übrigens auf diesem Blog hier.


Kuratorin Nina Dunkmann © LUDWIGGALERIE


Mittwoch, 30. März 2016 – #architectureMW

1896 entschloss sich die Stadt Oberhausen, die Schlossparkanlage zu kaufen. Nur wenige Meter entfernt befanden sich die Produktionsgebäude der Eisen- und Stahlindustrie. Da das Areal auch damals schon verkehrsgünstig lag, wurde der Kaisergarten im Laufe der Geschichte zu einem beliebten Ort, wo es Bootsfahrten, Gartenkonzerte oder Tanzveranstaltungen gab. 1925 legte man das noch heute bekannte Tiergehege an. 1958/59 konnte das Schloss durch Unterstützung der Gutehoffnungshütte restauriert werden.

Das Schloss in der Gründerzeit © LUDWIGGALERIE


Donnerstag, 31. März 2016 – #heritageMW 

Zu den Aufgaben von Museen gehört, Kunst, und damit kulturelles Erbe, zu bewahren – und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In unseren drei verschiedenen Ausstellungssparten zeigen wir immer wieder vielfältige Leihgaben sowie Stücke aus der eigenen Sammlung. Im Bereich der Sammlung Ludwig war das etwa das Leuchterweibchen (2011), HAIR! (2014) oder in diesem Jahr das Gemälde ars bene moriendi. Der populäre Zweig unserer Ausstellungen befasst sich regelmäßig mit Plakatkunst, Karikatur, Illustration und den großen Fotografen der letzten Jahrzehnte. Nicht zuletzt widmen wir uns immer wieder der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet durch Ausstellungen wie AT HOME (2012) oder GREEN CITY (2015).

Leuchterweibchen © Sammlung Ludwig

Freitag, 1. April 2016 – #futureMW
  
Museum zu sein, bedeutet nicht nur, historische Bestände zu zeigen, sondern auch auf aktuelle Ereignisse einzugehen. Im Februar haben wir gemeinsam mit geflüchteten Menschen die Ausstellung SPACE WIDE OPEN auf die Beine gestellt. Zu sehen waren großformatige Portraits, O-Töne auf dem iPod und eine Bilderwand aus Erinnerungen und Zukunftschancen. Eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit ist geplant. Mehr zu SPACE WIDE OPEN findet ihr auch hier.

Installation in der Ausstellung SPACE WIDE OPEN © LUDWIGGALERIE

Samstag, 2. April 2016 #zoomMW

Zeit, um den Blick auf Details zu richten. Zum Beispiel auf unseren Tronje – ein für die niederländische Malerei typisches anonymes Porträt, das wir in unserer Sammlung O. beherbergen. Nach genauerer Betrachtung kamen uns Zweifel, ob der Tronje wirklich das war, was er vorzugeben schien oder ob mit ihm nicht ein früheres Portrait von Jesus Christus übermalt worden war. So ließen wir ihn im Zuge von Restaurierungsarbeiten einmal „durchleuchten“. Tatsächlich hat sich unter dem Hut wohl mal ein Heiligenschein befunden und auch das Haar ist nachfrisiert worden.

Malschichten durchleuchten © LUDWIGGALERIE

Sonntag, 3. April 2016 – #loveMW 

Jeder hat ein Lieblingskunstwerk. Etwas, das ihm in einer Ausstellung besonders gut gefallen hat. Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr das Hauptmotiv unserer Schau HERLINDE KOELBL für die hauseigene Sammlung ankaufen konnten. Aus der Serie „Schein und Sein“ der bekannten deutschen Fotografin ist nun das Portrait von Andrea und Anita Teil unseres Bestandes. 

Schein und Sein, Andrea und Anita, München 2007 © Herlinde Koelbl

Wir freuen uns über euer Interesse an der #MuseumWeek und bedanken uns bei allen, die mitgelesen und auf Twitter mitgezwitschert haben. Unseren Twitter-Account erreicht ihr übrigens hier: www.twitter.com/LUDWIGGALERIE. Wir sind auch 2017 gern wieder dabei.

Kommentare:

  1. Man sollte ein solches Erbe auf jeden Fall mit Hochachtung respektvoll unterstützen. Da ich in Oberhausen geboren bin, mache ich natürlich mit. Vielen Dank.
    B.Kleinelsen, www.tinas-gallery-of-arts.de

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  2. Liebe Frau Kleinelsen,
    vielen Dank für den netten Kommentar. Das sehen wir genauso. Schön, dass Sie unserer #MuseumWeek hier folgen.
    Viele Grüße aus dem Schloss,
    Sarah Bauer

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