Montag, 11. Juli 2016

Bilderwahl

Einblick: Unser Team über persönliche Lieblingswerke

von Sarah Bauer 
 
In jeder Ausstellung gibt es dieses eine Werk. Das man nicht wieder vergisst. Das inspiriert, aufregt, verwundert, fasziniert. Doch nicht nur Besucherinnen und Besucher haben ihre Lieblingskunstwerke – auch unsere Mitarbeiter haben zu jeder Ausstellung ihre heimlichen Favoriten. Welche das bei REGINA RELANG sind und was ihnen an ihrem Lieblingsfoto besonders gefällt, verraten wir euch jetzt hier!

Ursula Bendorf-Depenbrock (Diplom-Designerin und Museumspädagogin)

Ich mag das Foto gern. Ben, der die Kinderführungen macht, hat mich erst darauf aufmerksam gemacht. Er fragte: Ist das ein Modeplakat oder ein echtes Model? Da habe ich mir das mal genauer angeschaut und finde es spannend, weil man das auf den ersten Blick wirklich kaum erkennen kann. Die reale Stadt und der Weg ins Fotostudio – beides ist auf demselben Bild zu sehen. Auch der klassische Bildaufbau mit der Teilung in der Mitte durch das Straßenschild gefällt mir gut. Ebenso das Spiel mit den extremen Kontrasten. Das hat Regina Relang wirklich toll hinbekommen!

Plakat oder Realität? Verwunderung bei Ursula Bendorf-Depenbrock © LUDWIGGALERIE


Nina Dunkmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Dieses Bild ist mir sofort ins Auge gefallen, weil es so ungewöhnlich ist. Es erinnert sofort an die Kunst der damaligen Zeit. Besonders aufgefallen sind mir von Anfang an die strengen graphischen Linien im Bild, die vom Model auf den Hintergrund übergehen. Andererseits erscheint mir auch alles sehr verspielt. Mir zeigt diese Aufnahme, dass Mode einfach alles darf!

Nina Dunkmann ist von der Extravaganz dieses Bildes begeistert © LUDWIGGALERIE


Gesine Emmerich (Kuratorin der Ausstellung)

Das Bild mit dem Model mit Hut vor der Seine-Brücke fiel mir gleich am Anfang auf. Es stehen keine extravaganten Posen im Vordergrund, sondern der Bezug von Mode und Umgebung. Die Bögen der Seine-Brücke werden von den runden, gestaffelten Lagen des Hutes wieder aufgegriffen. Das finde ich sehr kunstvoll. Auch, dass sich das Gesicht des Models durch den Stoff erahnen lässt. Hals, Schultern und aufgestützter Arm stellen Analogien zu den Pfeilern der Brücke her. Das Model selbst spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt auf dem Hut – durch raffinierte Inszenierung. Es ist für mich ein unaufdringliches, ruhiges Bild, das zu einer längeren Betrachtung auffordert.

Hat als Kuratorin einen besonderen Blick auf die Schau: Gesine Emmerich © LUDWIGGALERIE

Emsan Bajram (Museumsshop)

Mir gefällt der Regenschirm. Er passt durch das fließende Wasser perfekt zum Brunnen im Hintergrund. Das Bild strahlt für mich eine unheimliche Eleganz aus. Die Handschuhe wirken fein und die karierte Jacke steht dem Model sehr gut. Ihre Haltung ist perfekt und an der Kleidung sieht man, dass das Mode ist, die auch heute wieder getragen wird. Für mich ist es eine Szene, die man sich draußen auch in der Gegenwart noch gern wünschen würde.

"Das ist perfekte Eleganz!", findet Emsan Bajram © LUDWIGGALERIE

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