Mittwoch, 7. September 2016

Das Bild hängt schief


#AskACurator-Tag 2016 – Löchert die Ausstellungsmacher!

„Eine Ausstellung beginnt nicht erst, wenn die ersten Besucherinnen und Besucher kommen, sondern schon lange im Voraus“, erklärt Gesine Emmerich, Kuratorin der aktuellen Schau REGINA RELANG und Volontärin der LUDWIGGALERIE. „Meist gehen der Eröffnung Monate und Jahre an Vorplanung voraus.“ Aber was macht ein Kurator denn da so lange? Muss man nicht einfach nur ein paar Bilder schön und gerade aufhängen? Ask a Curator!

Gesine Emmerich (l.) beim Aufbau einer Ausstellung © LUDWIGGALERIE



Auch am diesjährigen Aktionstag #AskACurator, am 14. September 2017, können neugierige Besucher und Kunstfreunde weltweit per Twitter Fragen an Kuratorinnen und Kuratoren stellen. In der LUDWIGGALERIE steht euch an diesem Tag Gesine Emmerich zur Verfügung, die die aktuelle Fotografie-Ausstellung REGINA RELANG konzipiert und umgesetzt hat. 

Habt ihr Fragen dazu, wie man überhaupt Kuratorin wird? Wonach sie die Bilder aussucht? Was alles passiert, bevor ganz am Ende ein Nagel in die Wand geschlagen und ein Werk aufgehangen wird?

Dann kommentiert einfach diesen Blogbeitrag, sendet uns eine E-Mail mit eurer Frage oder euren Fragen an sarah.bauer@oberhausen.de, schreibt uns via Twitter @LUDWIGGALERIE oder hinterlasst einen Eintrag auf unserer Facebook-Pinnwand. Wir werden uns bemühen, jede einzelne Frage ganz genau zu beantworten. 

Befragt unsere Kuratorin zu ihrer Ausstellung! © LUDWIGGALERIE

Organisiert wird der internationale #AskACurator-Tag von Mar Dixon. Sie ist eine aus den USA stammende Beraterin für Social Media und Besucherentwicklung im Kulturbereich. Dixon ist Gründerin von Projekten wie CultureThemes, Teens in Museums oder MuseumCamp. Auf ihrem Blog mardixon.com berichtet sie regelmäßig über Museen und aktuelle Debatten von Facebooknutzung über Storytelling bis hin zu Web-Aktionen von Kultureinrichtungen weltweit.

Kommentare:

  1. Was mich interessiert ist wirklich die Frage: wie sucht man die Bilder aus? Gerade bei Fotoausstellungen stelle ich mir das schwer vor. Wieviel persönliches Gefallen und wieviel "gefällt es den Besuchern" ist da dabei?

    LG Uta

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  2. Liebe Uta! Vielen Dank für deine interessante Frage. Wir haben sie gern aufgenommen und werden das am #AskACurator-Tag kommende Woche - wir sammeln gerade noch fleißig Fragen - auf jeden Fall aufgreifen und beantworten.
    Liebe Grüße,
    Sarah

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  3. Liebe Uta!
    Am heutigen #AskACurator-Tag gibt es nicht nur per Twitter, sondern natürlich auch hier auf dem Blog alle Antworten: Das Münchner Stadtmuseum, unser Leihgeber bei REGINA RELANG, besitzt sehr umfangreiches Material zum Lebenswerk der Fotografin. Bei einem mehrtägigen Besuch vor Ort haben wir mit dem dortigen Kurator und unserer Direktorin Dr. Christine Vogt aus dem zur Verfügung stehenden Material ausgewählt: Dabei entscheidet natürlich die Qualität einer Aufnahme (vor allem wenn die Originale schon etwas älter sind und teils aus den 1930er Jahren stammen). Wichtig ist aber auch, dass bei einer retrospektiven Ausstellung (die das Gesamtwerk eines Künstlers zeigt) verschiedene Schwerpunkte in der kompletten Arbeit der Künstlerin gleichberechtigt gezeigt werden und kein Themenbereich zu kurz kommt. Persönliches Gefallen kommt eher am Ende noch hinzu, wenn man die Vorauswahl schon getroffen hat und im Planen der Hängung zwischen zwei Bildern wählen muss, da z. B. der Platz an der Wand einfach nicht reicht. Für die Besucher werden die Bilder dann in der Regel nach Themen geordnet und erklärt. Somit entscheidet das Gefallen und Verstehen der Besucher vielleicht nicht über die Gesamtauswahl aber über die Art, wie diese Auswahl am Ende aufgehängt und präsentiert wird.
    Viele Grüße,
    Sarah

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