Samstag, 4. April 2020

Die Erde retten mit Protest und Provokation? - Ein digitales Experiment Teil II

Unsere Gesprächsrunde zum Thema "There is no Planet B - Die Erde retten mit Protest und Provokation?" wurde ins Virtuelle verlagert. Ihr habt nun bei Youtube die Möglichkeit, euch die Audio-Statements von Jacques Tilly, Cornelia Schiemanowsky und Julien Krasniqi anzuhören.

Jacques Tilly
1963 geboren in Düsseldorf, beginnt 1983 beim Bau von Karnevalswagen mitzuarbeiten
1985 bis 1994 Studium des Kommunikationsdesigns an der Universität Gesamthochschule Essen, danach als freier Designer tätig und baut weiter Karnevalswagen

1998 Selbstständigkeit im Bereich Großplastikenbau
Seit 2005 ist Tilly der einzige Entwerfer der aus seiner Werkstatt kommenden Karnevalswagen
2007 Ehrenmitgliedschaft im Netzwerk für Kunst und Kultur in Düsseldorf und Köln 

2008 Klinzing-Plakette – die Plakette gilt als die höchste Auszeichnung, die der Düsseldorfer Karneval vergibt. 
Über die Jahre diverseste Auszeichnungen im Düsseldorfer Karneval
2017 Menschenrechtspreis von Amnesty International
2019 Auszeichnung für Zivilcourage des Heinrich Heine Kreis e. V.
2019 Kunstpreis der Düsseldorfer Jonges
Tilly ist Mitglied des Kuratoriums der evolutionärhumanistischen Giordano Bruno Stiftung




Cornelia Schiemanowsky
Ich wurde 1953 in einer sehr ländlichen Region in Hessen geboren und wuchs dort sehr naturverbunden auf.
Nach dem Abitur studierte ich in Marburg an der Lahn die Fächer Biologie, Erdkunde und Politik für das Lehramt Sek II und beendete das Studium mit dem Ersten Staatsexamen. Das anschließende Referendariat fand im wiederum sehr ländlichen Gladenbach statt und ich schloss es mit dem Zweiten Staatsexamen im Jahr 1984 ab.
Da es in dieser Zeit in Hessen einen Einstellungsstopp für Lehrer*innen gab, bewarb ich mich bundesweit für eine Stelle als Lehrerin, denn ich wollte sehr gern in diesem Beruf arbeiten. Als ich das Angebot für eine Stelle in Oberhausen erhielt, setzte ich mich sofort in Bewegung und begann zwei Wochen später mit dem Unterrichten im Sophie-Scholl-Gymnasium, wo es mir so gut gefallen hat, dass ich dort bis zu meiner Pensionierung 2019 geblieben bin.
Schon während meines Studiums hatte ich mich für Ökologie interessiert, aber durch den Wechsel aus dem ländlichen Hessen mitten in das damals noch von Kohle und Stahl geprägten Oberhausen wurde mir sehr bewusst, dass Umwelt und Natur für unser Leben von großer Bedeutung sind, dass Ökologie und Ökonomie zusammen betrachtet werden müssen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und die der Tiere und Pflanzen zu erhalten. Deshalb engagierte ich mich sehr schnell auch ehrenamtlich und bin seither in der BUND-Kreisgruppe aktiv für Naturschutz und Klimaschutz tätig. In Oberhausen, wo auch meine Kinder geboren sind, lebe ich sehr gern und trage gern zum Klimaschutz und zur ökologischen Gestaltung unserer Stadt bei.



Julien Krasniqi
Geboren: 19.03.2004, in Oberhausen
Gegen Ende des Jahres 2018 begann FridaysForFuture auch in Deutschland mit ihren ersten Demos in Berlin und anderen Großstädten. Seit diesem Zeitpunkt verfolgte ich das politische Geschehen in der Republik aufmerksam, ich konnte beobachten, wie die Bewegung FFF immer größer und lauter wurde. Ich begann mich näher mit den Fakten zu der Thematik zu beschäftigen und bin schlussendlich an dem Punkt angelangt, wo aus reiner Interesse am Thema, Aktionismus wurde. Mit der Ersten FFF Demo in Oberhausen begann ich mich aktiv in der Planung und Organisation zu beteiligen. Im April des Jahres 2019 trat ich in den Jugendverband „linksjugend [´solid]“ ein, dieser ist der Partei „Die Linke“ nahe. Am 11.07.2019 bin ich zum „Delegierten für Bundesangelegenheiten“ der FridaysForFuture Ortsgruppe Oberhausen gewählt worden, seitdem beschränkt sich die Mitarbeit nicht mehr nur auf Oberhausen. Am 11.09.2019 fasste ich den Entschluss, in die Partei „Die Linke“ einzutreten, dies tat ich, da ich überzeugt bin, das Klimagerechtigkeit nur solidarisch geht und eben diesen Solidargedanken vermisste ich bei B90/Die Grünen. Seitdem sind die Themen Klimagerechtigkeit und Abrüstungs-, bzw. Friedenspolitik mein Themenschwerpunkt.