Donnerstag, 6. Dezember 2018

Eine tolle Geste der STOAG!


v.l. Ursula Bendorf-Depenbrock (Städtische Malschule), Werner Overkamp (Geschäftsführer der STOAG), Caroline Tillmann-Schumacher (stellv. Leiterin der LUDWIGGALERIE), 2018 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Zum 20-jährigen Jubiläum hat die STOAG der LUDWIGGALERIE die Gestaltung eines Linienbusses geschenkt. Nun fährt ein rosa-roter Bus durch Oberhausen. Außerdem hat die STOAG Oberhausener Schulklassen eine kostenfreie An- und Abreise zur Jubiläumsausstellung DIE GESTE – Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit ermöglicht. Herr Overkamp, wie kommt es zu diesen tollen Gesten gegenüber der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen?
Werner Overkamp: Der rosa-rote Bus, der für die LUDWIGGALERIE wirbt, ist eine schöne Idee. Buswerbung ist ein geeignetes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das hat die LUDWIGGALERIE verdient. Und auch die pädagogische Arbeit des Museums ist wichtig für unsere Stadt. Deshalb unterstützt die STOAG im Jubiläumsjahr die LUDWIGGALERIE noch mehr als sonst. Wenn die STOAG mit überschaubaren Mitteln öffentliche Einrichtungen unterstützen kann, tut sie das gerne.
Seit Februar 2014 sind Sie nun schon Mitglied im Freundeskreis der LUDWIGGALERIE. Was hat Sie persönlich dazu bewogen dem Verein beizutreten?
Werner Overkamp: Es ist toll, dass Oberhausen mit der LUDWIGGALERIE eine Kulturinstitution hat, die auch überregional bekannt ist und geschätzt wird und viele Besucher anlockt. Das muss gefördert werden. Ich persönlich bin von Mitgliedern des Freundeskreises, die dort ehrenamtlich eingebunden sind, angesprochen worden und engagiere mich nun im Rahmen meiner Möglichkeiten ebenfalls. Dazu kommt, dass meine Frau und ich uns für Kunst interessieren.
Als einziges Museum in Nordrhein-Westfalen präsentiert die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen regelmäßig Positionen zum Thema Comic. Nach ENTENHAUSEN, MORDILLO oder FIX & FOXI zeigen wir bald die große Ausstellung DER STRUWWELPETER – Zappel-Philipp, Paulinchen und Hans Guck-in-die-Luft zwischen Faszination und Kinderschreck von 1844 bis heute. Welche populäre Comicfigur verbinden Sie persönlich mit ihrer Kindheit? Und welchen ihrer Kindheitshelden würden Sie gerne mal in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen sehen?
Werner Overkamp: Ehrlich gesagt habe ich als Kind gar nicht so gerne Comics gelesen. Nur Popeye, den fand ich klasse. Erst später habe ich durch meine eigenen Kinder Gefallen an Micky Maus und Walt Disney gefunden, die ja bereits Inhalt der Ausstellung Entenhausen waren.
Wann feiert denn die STOAG ihr nächstes Jubiläum?
Werner Overkamp: Wir haben im Jahr 2021 ein kleines Jubiläum zu feiern, nämlich 25 Jahre ÖPNV-Trasse und Wiedereinführung der Straßenbahn. Ein Jahr später ist es 125 Jahre her, dass die erste elektrische Straßenbahn in Oberhausen fuhr und damit die Ära des öffentlichen Nahverkehrs in Oberhausen begann. Das ist natürlich schon ein richtig großes Jubiläum, das wir auch entsprechend feiern möchten.



Die Jubiläumsausstellung DIE GESTE – Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit. Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig von der Antike über Albrecht Dürer bis Roy Lichtenstein ist noch bis zum 13. Januar 2019 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zu sehen.
Die Fragen wurden gestellt von Natascha Kurek.

Mittwoch, 28. November 2018

Wir gedenken unserer großen Stifterin und Mäzenin Irene Ludwig


1927 wird Irene Maria Therese Monheim in Aachen geboren und beginnt 1947 ihr Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Vor- und Frühgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1951 heiratet sie Peter Ludwig, den sie während des Studiums kennengelernt hat. Das Paar übernimmt die Schokoladenfabrik aus der Familie Monheim.
Zusammen bauen sie eine der wichtigsten und umfangreichsten Kunstsammlungen des 20. Jahrhunderts auf. Von Anfang an erklärtermaßen für die Öffentlichkeit zusammengetragen, sind diese Schätze heute auf 20 Museen in der ganzen Welt verteilt. 12 Häuser – wie auch die LUDWIGGALERIE – tragen ihren Namen. Die Sammlungsgebiete reichen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert, von der Pop Art bis zur Präkolumbischen Kunst, vom Porzellan bis zur russischen Avantgarde.
Diesem breiten Sammlungsansatz trägt auch das Programm der LUDWIGGALERIE Rechnung. Die aktuelle Ausstellung zum Thema DIE GESTE versammelt Werke aus der Sammlung Ludwig und der ganzen Welt im Sinne der Stifter. Anlässlich ihres 80. Geburtstages würdigte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Irene Ludwig und ihren verstorbenen Mann als „Deutschlands bedeutendstes Kunstsammler-Paar“. Heute vor acht Jahren, am 28. November 2010, stirbt Irene Ludwig in Aachen und hinterlässt der Öffentlichkeit ein wertvolles Kunsterbe.
Irene Ludwig (in weiß) zusammen mit den Direktorinnen und Direktoren der Ludwig Museen im Rautenstrauch-Joest-Museum, 2010 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen


Montag, 1. Oktober 2018

Auf Zeitreise mit Rudolf Holtappel



Dicht gedrängt steht eine Besuchergruppe im Aufzug der Zeche Franz Haniel in Bottrop – Ende 2018 werden sich seine Türen zum letzten Mal öffnen. Am 21. Dezember 2018 wird auf dem Gelände der Schachtanlage Franz Haniel eine zentrale Abschiedsveranstaltung zum Bergbau stattfinden. Das Datum markiert das Ende des deutschen Steinkohlebergbaus. Zur Vermittlung der damaligen Umstände der Arbeit unter Tage helfen Besuche in Bergwerken, Vorträge oder aber auch visuelle Medien. Auf der diesjährigen „Gamescom“, Messe für Computer- und Videospiele, wurde sogar die Option vorgestellt mithilfe von Virtual-Reality-Brillen, ein Bergwerk zu besuchen.

Das, was früher das Ruhrgebiet geprägt hat, ist heute Vergangenheit und wird damit in die Geschichte eingehen. Rudolf Holtappel (1923–2013), Fotograf und „Chronist des Ruhrgebiets“, gehört zu den Persönlichkeiten, die besonders im Zeitraum von 1950–1980, aber auch darüber hinaus dokumentarische Aufnahmen von Industrie- und Stadtlandschaften angefertigt haben. Und das mit Erfolg. Dafür steht eine Vielzahl an Preisen im Bereich der Wirtschaftsfotografie sowie Einzel- und Gruppenausstellungen wie z. B. im Museum Wiesbaden, der Kunsthalle zu Kiel, der Kunsthalle Rostock, dem Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen und weitere. Holtappels fotografische Arbeit ist nach wie vor aktuell und in Ausstellungen präsent. Seine Abzüge finden ihren Weg auch in zahlreiche Bildbände, die im Carl Lange Verlag erschienen sind (zum Beispiel zu Duisburg, Dinslaken, Gelsenkirchen, Oberhausen u.v.a.m.).

Holtappel hat den größten Teil seines Lebens im Ruhrgebiet verbracht. Er ordnet seine Aufnahmen keiner konzeptionellen Strenge unter;  je nach Motiv wird die Szene neu ausgelotet. Damit erhält er sich die Möglichkeit, auf seine Umgebung zu reagieren und den Moment aufzuzeichnen. Holtappels Blick bestimmt seine Bilder. Er fängt die Leichtigkeit der Kinder, die auf der Osterfelder Straße vor den Zechentürmen spielen, ein. Oder aber zwei spazierengehende Frauen mit Kind. Sie wirken beinahe belanglos klein vor der monumentalen Größe des Wasserturmes einer Zeche. Die leichte Untersicht der Aufnahme und das Hochformat der Fotografie betonen die Höhe des Turmes. Die Fotografie kann nur einen Ausschnitt eines Industriegeländes erfassen, wie es bei den Hochöfen der Hüttenwerke von Oberhausen zu sehen ist.´




Dennoch gibt es Fotografien, die untereinander Ähnlichkeiten aufweisen und Holtappels besondere Interessen widerspiegeln: So steht z. B. immer wieder der Mensch im Mittelpunkt. Dabei wahrt Holtappel Distanz zu den Motiven, die er abbildet. Er geht eher einen Schritt zurück, als einen Schritt nach vorn. Über die Darstellung von Personen im Bild lassen sich die Dimensionen der Bergwerke zeigen. Mensch und Alltag verschmelzen mit der Industrie. Weiterhin bevorzugt Holtappel, um den Hauptteil eines Industriegeländes zeigen zu können, einen erhöhten Standpunkt, der einen Überblick ermöglicht. Wiederum in anderen Fotografien, wie in „Oberhausen am Damm“, findet eine Symbiose von Natur und Industrielandschaft statt, sodass die Schlote wie Bäume in die Szene eingebettet wirken. Anders als bei den Farbaufnahmen sind bei Schwarz-Weiß- Aufnahmen besonders helle und dunkle Bereiche von elementarer Bedeutung. Sie lenken den Blick des Betrachters. Das Schwarz-Weiß kann Smog zu Nebelschwaden verklären, die fast romantisierend wirken, wie es in den Fotografien „Kokerei Zeche Jacobi“ oder „Schladviertel“ zu sehen ist.
 Das Ruhrgebiet und die Industriefotografie sind nur zwei der vielen Themen, mit denen sich Holtappel bildnerisch auseinander gesetzt hat. Zu seinem Repertoire gehören auch die Warenhausfotografie, die Reisefotografie, die Werks- und Werbefotografie, die Theater- und Bühnenfotografie sowie Experimente mit Fotomaterial und fotografischen Verfahren. Zusätzlich hat Holtappel als freiberuflicher Fotograf für Karstadt gearbeitet. Er besuchte die unterschiedlichen Standorte, dokumentierte deren Architektur, fertigte Porträts und Aufnahmen von Auslagen und Verkaufsbereichen an. Im Bereich der Werks- und Werbefotografie kann ein langjähriges Auftragsverhältnis zu Henkel genannt werden. Er prägte das Bild des Konzerns mit Bildern in den Mitarbeiterzeitschriften „Henkel-Blick“/„Henkel-Life“ und auch „rundrum. Das Magazin von Henkel“. Als Motiv der Theaterfotografie dient wiederholt das Theater Oberhausen unter der Ära Büch und Weise. Holtappel trat der Gesellschaft für fotografische Edeldruckverfahren bei und beschäftigte sich im Besonderen mit alten fotografischen Verfahren wie dem Bromöldruck oder der Cyanotypie. Er fotografierte für den WDR, ARD und ZDF und für verschiedene Magazine.
Seit Ende 2017 befindet sich der Nachlass von Rudolf Holtappel im Bestand der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen. Er beherbergt neben 360.000 Negativen (Kleinbild, Mittelformat und Großformat), Dias, zahlreiche Abzüge in schwarz-weiß, Farbe, anderen Techniken und weitere Materialien. Der Nachlass befindet sich zurzeit in der Aufarbeitung und wird in zwei Jahren in einer Ausstellung im Großen Schloss gezeigt. Holtappel wurde bereits 2015 im Kleinen Schloss eine Einzelausstellung unter dem Titel „Augenzwinkern“ gewidmet und einige seiner Arbeiten wurden in den Ausstellungen „Green City. Geformte Landschaft – Vernetzte Natur. Das Ruhrgebiet in der Kunst“ (2015) und „Let’s buy it. Von Albrecht Dürer über Andy Warhol bis Gerhard Richter“ (2017) im Großen Schloss präsentiert.

Am 16. September fand die Eröffnung der Ausstellung Stoffwechsel – Die Ruhrchemie in der Fotografie statt, in der Holtappel einen Platz zwischen Renger-Patzsch, Häusser, Schmölz und Windstosser findet. Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen und das LVR- Industriemuseum zeigen Fotografien aus dem Bestand der Ruhrchemie AG und ihrer Nachfolgeunternehmen. Die Ausstellung wird an zwei Orten präsentiert: Im Kleinen Schloss der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen (16.09.2018–24.02.2019) und im Peter-Behrens-Bau des LVR-Industriemuseums (16.09.2018–17.03.2019). Also unbedingt die Termine eintragen und vorbeikommen.
Autorin: Miriam Hüning


Dienstag, 25. September 2018

Museums-Jubiläums-Fest in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Was tun, wenn es regnet? Lächeln und tanzen! Die Mädels der STARS Cheerleader Oberhausen haben am Sonntag bewiesen, dass sie keinesfalls aus Zucker bestehen. Auf dem Schloss-Innenhof eröffneten sie das Museums-Jubiläums-Fest mit einem wahrhaftigen Freudentanz! im Regen.

Kunstgrüße in alle Welt! konnten Besucher mit den von Matthias Beckmann gestalteten Postkarten verschicken. Dies ließ sich auch Marie-Luise O’Byrne-Brandl nicht entgehen. Als „Amouröse Stadtschreiberin“ hat die Künstlerin schon etliche Liebesbriefe an für sie unbekannte Adressaten verfasst – beim Museums-Jubiläums-Fest hatte sie nun die Gelegenheit, ausschließlich Grüße an ihre Liebsten zu verschicken.

Ein weiteres Highlight war die Führung von Apostolos Tsalastras (Kulturdezernent der Stadt Oberhausen) durch die am Vortag eröffnete Ausstellung DIE GESTE – Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit. Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig von der Antike über Albrecht Dürer bis Roy Lichtenstein. Unter anderem erläuterte er das Gemälde „Fünf nackte Frauen“ (1973) von Johannes Grützke.

Rockin’ in rhythm gab es von Norbert Hotz am Kontrabass und Rainer Lipski am E-Klavier. Das schlechte Wetter zwang das Duo vom Innenhof in die Panoramagalerie zu ziehen. Passend zum atmosphärischen Regenprasseln stimmten Don & Ray das Publikum in jazzige Stimmung ein.
Nebenan, im Vorraum des Standesamtes hatte die Malschule ihr Lager aufgeschlagen. Hier wurde gedruckt was das Zeug hält! Unter Anleitung des museumspädagogischen Teams probierten sich Kinder, Jugendliche und sogar der ein oder andere Erwachsene an Linolschnitt, Kaltnadelradierung und Prägung aus. Druckpresse und Material standen parat.  

Inmitten der Ausstellung STOFFWECHSEL – Die Ruhrchemie in der Fotografie präsentierten Mitarbeiter des  OXEA Werks Oberhausen chemische Experimente. Kinder und Jugendliche durften hier einen Tauchschein für Gummibärchen absolvieren, Farbstifte in ihre Spektralfarben aufteilen, eine Luftballonrakete bauen und dabei zusehen, wie sich ein Luftballon mithilfe von Essig und Backpulver wie von Zauberhand aufbläst.

Jutta Kruft-Lohrengel ließ es sich trotz eines gebrochenen Beins nicht nehmen, ihre Führung durch DIE GESTE anzutreten. Per Rollstuhl bewegte sich die 1. Vorsitzende des Freundeskreises der LUDWIGGALERIE durch die Ausstellung fort; die Besucher folgten ihr brav – Hut ab für diese lässige Aktion, Frau Kruft-Lohrengel!
Eine Führung durch die STOFFWECHSEL-Ausstellung gab der Kurator Rainer Schlautmann. Leider wurde das Ende seiner Führung durch klirrendes Geschirr hungriger Gäste beeinträchtigt, die an das Buffet in der Panoramagalerie strömten.   
In Erinnerung an die große Ausstellung Zu[m] Tisch! im Jahr 2010 wurde nämlich auch auf dem Museums-Jubiläums-Fest aufgetischt – diesmal mit Kaffee und Kuchen. Im Namen des Kunsthauses Haven überreichte der Künstler Philipp Valenta der LUDWIGGALERIE ein ganz spezielles Geschenk: einen rosafarbenen Schloss-Kuchen. Als erstes Kuchenstück schnitt der Künstler das Büro von Direktorin Dr. Christine Vogt heraus!

Den Kuchen verpasst hätten beinahe die Gäste der Diskussionsrunde drüben im Großen Schloss. Von der städtischen Galerie zur LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen – zu diesem Thema moderierte Direktorin Dr. Christine Vogt das Gespräch zwischen Burkhard Drescher (ehem. Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen), Jeanette Schmitz (ehem. Geschäftsführerin der Schloss Oberhausen GmbH), Walter Queins (ehem. Geschäftsführender Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Aachen), Bernhard Mensch (ehem. Direktor der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen) und  Prof. Dr. Peter Pachnicke (ehem. Kurator der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen).  

Opa Hausen als Bundeskanzlerin Angela Merkel? Für die Führung mit Maskottchen Opa Hausen dachten sich Puppenbauer Dirk Trachternach, Fotograf Maik Heimes und Schauspieler Peter Schütte ein Gewinnspiel der besonderen Art aus. Vier Besucher durften eine Karte ziehen und sollten das darauf abgebildete Kunstwerk in der Ausstellung DIE GESTE wiederfinden – das Problem an der Sache: Auf den Karten waren die jeweiligen Gesten durch Opa Hausen höchst persönlich verkörpert. Nachdem der berentete Bergmann die Ausstellung mit ruhrpöttlerischen Dialekt erklärte, erhielten die Gewinner – na was schon? – eine Opa Hausen-Figur … ganz schön selbstverliebt dieser Typ!   
Zum großen Finale des Museums-Jubiläums-Fests fand zugunsten des Freundeskreises der LUDWIGGALERIE die Kunstversteigerung Let’s buy it! statt. Direktorin Dr. Christine Vogt und Bernhard Elsemann (2. Vorsitzender des Freundeskreises der LUDWIGGALERIE) versteigerten bei der Auktion 17 Werke für insgesamt 4400 Euro.
Der höchste Betrag wurde für ein Werk von Thomas Baumgärtel geboten. Auf der Rückseite der Leinwand steht in der Schrift des Künstlers „Frohe Weihnachten! In Liebe, dein Thomas.“. Na, da muss sich zumindest eine Person keine Sorge mehr um das ideale Weihnachtsgeschenk machen!  






Die Jubiläumsausstellung DIE GESTE – Kunst zwischen Jubel, Dank und Nachdenklichkeit. Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig von der Antike über Albrecht Dürer bis Roy Lichtenstein ist bis zum 13. Januar 2019 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zu sehen.
Autorin: Natascha Kurek
Alle Abbildungen: Museums-Jubiläums-Fest, DIE GESTE, 2018 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Montag, 27. August 2018

FIX & FOXI-Tag für Kinder und Familien



Während Ursula Bendorf-Depenbrock (Leiterin der Malschule) den kleinen Besuchern die Ausstellung FIX & FOXI. Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse erklärt, führt Linda Schmitz (Kuratorin der Ausstellung) eine Gruppe von Erwachsenen durch die Werkschau.


Fix und Foxi sind zwei europäische Rotfüchse – um genau zu sein, zwei Rotfüchse aus Rolf Kaukas idyllischen Fuxholzen. Um sich in die Abenteuer der beiden Fuchszwillinge hineinzuversetzen, durften sich die Kinder in der Museumswerkstatt zu echten Füchsen verwandeln. Zunächst braucht man eine kleine, aber feine Nase. Immerhin ist der Geruchssinn des Fuchses etwa 400-mal besser ausgeprägt als der des Menschen.

Und schwupps: die erste Fuchsnase wird schon anprobiert. Kann man jetzt eigentlich 400-mal besser riechen? Naja, wie dem auch sei …

… auf gar keinen Fall darf der buschige Fuchsschwanz fehlen, der eine Länge von bis zu 45 cm erreichen kann. Über den Schwanz können die flinken Füchse ihr Gleichgewicht steuern.
Für einen fuchsigen Geruchssinn und einen ausgefuchsten Gleichgewichtssinn ist also schon einmal gesorgt.
Jetzt fehlen nur noch die Fuchsohren! Mit ihren aufrecht stehenden spitzen Ohren können Füchse 20-mal besser hören als wir Menschen. Die Fuchsohren arbeiten wie bewegliche Schalltrichter, die den Schall aus verschiedenen Richtungen auffangen.  

Mit einer Haarklammer werden die selbstgemachten Fuchsohren schließlich in den Haaren befestigt. 

Und siehe da: eine waschechte junge Füchsin!
Doch an dem FIX & FOXI-Tag wurden nicht nur Fuchsnasen, Fuchsschwänze und Fuchsohren gestaltet – selbstverständlich wurden auch Füchse gezeichnet!








Ursula Bendorf-Depenbrock erhielt tatkräftige Unterstützung durch die großen Füchse Anna Ignatieva (Kostümbildnerin), Angela Noack-Zwick (Schauspielerin und Museumspädagogin) und Peter Waros (Schauspieler).

Die Ausstellung FIX & FOXI. Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse ist noch bis zum 9. September 2018 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zu sehen.


+++ Museums-Jubiläums-Fest am Sonntag, 23. September 2018 von 12–18 Uhr +++ 2018 feiert die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen 20-jähriges Jubiläum +++

Alle Fotografien: FIX & FOXI-Tag, 2018 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Autorin: Natascha Kurek